Wie könnte eine Unterstützung für Angehörige gelingen?

Wie schon berichtet, verändert eine Demenz nicht alleine das betroffene Familienmitglied, sondern die gesamte Familie.  Das familiäre Zusammenleben sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen zum Erkrankten verändern sich. Davon ist die gesamte Familie betroffen ist. Das Verhalten des an Demenz erkrankten Angehörigen wird als befremdlich erlebt.

Ein unbekannter Weg – pixabay.com/de

Für die Begleitung eines dementen Menschen ist ein spezifisches Wissen über Demenz von großer Bedeutung. Nicht selten sind die Angehörigen in der Familie mit einem veränderten Verhalten konfrontiert, welches eine hohe Unsicherheit und Belastung darstellen. Ein verändertes Verhalten kann sich in einer starken Abwehr von Hilfe, häufiges davonlaufen….  zeigen.  Solche Situationen können in einer Beratung oder/ und Schulungsprogrammen mit den Familienangehörigen besprochen und mögliche Lösungen gefunden werden. Dabei sehe ich es von Bedeutung, dass solche begleitenden Beratungen in der gewohnten Umgebung stattfinden können- mit den Familienangehörigen.

 

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein Projekt gestoßen, welches in eine Gemeinde in Kärnten 2018 gestartet worden ist. Diese Gemeinde hat sich als demenzfreundliche Gemeinde entwickelt und ausgezeichnet. Dort wird in der Werkstatt des Alterns DEMENTISCH“ gelernt wird.

„DEMENTISCH“ lernen heißt, sich in Kommunikation und Kontakt zu Menschen mit Demenz zu begeben, anzusprechen, mit ihnen gemeinsam ein Miteinander zu entwickeln. Ihr Erleben in ihrem So-Sein zu akzeptieren, in der Begegnung würdevoll mit ihnen umzugehen. Durch Wissen ein Verständnis zu entwickeln und damit den Blickrichtungswechsel von dem Menschen mit DEMENZ zu dem MENSCH mit Demenz vollziehen und eine neue Haltung im Alltag mit demenziell erkrankten Menschen einnehmen zu können. (Definition aus der Werkstatt des Alterns – Mitwelten Schulungen)

 

Quellen:

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