WAS IST DEMENZ?

WAS IST DEMENZ?

Ein Mensch mit Demenz leidet unter einer Krankheit, in deren Verlauf seine geistigen Fähigkeiten verschwinden. Eine Demenz greift nicht nur in den Bereich der geistigen Leistungsfähigkeiten ein, sondern auch in alle Bereiche des Menschseins.

DEFINITION der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Demenz

Ein Mensch leidet unter Demenz, wenn folgende Aussagen auf ihn zutreffen:

  • Er hat Gedächtnisstörungen, d.h. es zeigen sich einerseits Beeinträchtigungen seiner Fähigkeiten, sich Neues zu merken, andererseits vergisst er Dinge, die er schon wusste.
  • Einbußen können sich auch im Bereich seiner Sprachfähigkeit bemerkbar machen, d.h. er kann Schwierigkeiten haben, Objekte und Dinge zu benennen, und Probleme beim Verstehen von gesprochener und geschriebener Sprache haben.
  • Auch beim Ausführen von Handlungen (z.B. beim Zähneputzen oder beim Anziehen) können sich Beeinträchtigungen zeigen, weil die Fähigkeit, Einzelhandlungen zu komplizierteren Handlungsmustern zusammenzusetzen, gestört ist.
  • Probleme können auch beim Erkennen von Objekten auftreten, d.h. der Betroffenen kann ihm eigentlich bekannte Gegenstände nicht erkennen (z.B. das Essbesteck, das vor ihm auf dem Tisch liegt).
  • Er hat möglicherweise Orientierungsprobleme (er findet beispielsweise  den Weg nach Hause nicht mehr) und Beeinträchtigungen der Urteilsfähigkeit.
  • Alle auftretenden Störungen verschlechtern sich schon seit einem Zeitraum von mindestens 6 Monaten und sind bereits so stark, dass sie die Alltagsaktivitäten des Betroffenen beeinträchtigen.

Jedoch ist Demenz nicht gleich Demenz. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen und hat verschiedenen Ursachen. Manchmal liegt der Grund für Gedächtnis-, Sprach- und Orientierungsschwierigkeiten darin, dass die Hirnsubstanz selbst zerstört wird. Jedoch auch Erkrankungen anderer Organe können diese Symptome verursachen.

 

Quellen und Literatur:

“Alzheimer und Demenz” Prof.Dr.Sabine Engel(2006)TRIAS

Edukation demenz – Kursprogramm Prof.Dr.Sabine Engel(2016)c