Ist Demenz die „Pest“ des 21.Jahrhunderts?

Aussagen von Politikern und Berichten in Zeitungen werden Schlagzeilen in dieser Art verwendet. Die Diagnose Demenz löst Schrecken aus und es tauchen viele Fragen auf. Dies ist eine Realität.

Auf der anderen Seite werden Bücher von Menschen geschrieben, welche einen ihrer Angehörigen begleitet und gepflegt haben, in denen sie ihre Erfahrungen verarbeiten. Diese Bücher zeigen eine andere Seite ihrer an Demenz erkrankten Angehörigen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Betreuung und Pflege eines Menschen mit Demenz eine Beziehung zum Partner, den Kindern und der Umwelt nicht einfach ist. Aus eigener Erfahrung und aus Erfahrungen von Menschen, welche Menschen mit Demenz begleiten, möchte ich eine andere Seite von Menschen mit Demenz aufzeigen.

Menschen mit Demenz sind unglaublich ehrlich in ihren Aussagen und Reaktionen. Sie reagieren auf den aktuellen Moment mit ihren unmittelbaren Emotionen. Wer sich darauf einlassen kann, wird seine Angehörigen „neu“ kennenlernen. Davon berichten ebenfalls pflegende Angehörige.

Wer bereit ist, sich mit professioneller Hilfe auf eine Veränderung der Beziehungen einzulassen, wird daran wachsen können. Viele werden sagen oder sich denken: das kann ich mir nicht vorstellen! Das ist mir zu romantisch!

Aus einem Rückblick auf meine eigenen Erfahrungen und Berichten von pflegenden Angehörigen, verstehe ich diese Einwände. Heute gib es Berichte, welche inzwischen wissenschaftlich belegt wurden.

 

BUCHEMPFEHLUNGEN von einer Literaturwissenschaftlerin:

 

Der alte König in seinem Exil Roman Arno Geiger                          Die Lichter auf der Brücke eine sinkenden Schiffs Roman Michael Igatieff                             Was machen wir mit MAMA? Roman autobiografisch Helma Blank

 

 

Quelle und Literaturvorschläge

http://Impulsreferat von Ulla Kriebernegg, Mag.Dr., carecamp demenz 2017