Demenz verändert tiefgreifend

ausgetrocknetes Flußbett twischen Bäumen
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Viele chronische Erkrankungen verändern die Beziehung zu

nahestehenden Menschen, wie auch die zum Partner.

Demenz verändert diese besonders tiefgreifend

Menschen mit Demenz gehen im Verlauf ihrer Erkrankung viele Fähigkeiten und Eigenschaften verloren. Der vertraute Mensch, den man als Partner, Vater oder …. gekannt hat, wird plötzlich fremd. Für Angehörige ist es schwer sich mit dieser neuen Situation zurecht zu finden.

Angehörige erleben die Veränderungen des Demenzkranken als selbstbezogen und egoistisch, da er immer weniger Interesse für andere zeigt. Diese wachsende Anteilnahmslosigkeit des an Demenz Erkrankten ist für Angehörige sehr kränkend. Der Verlust der Empathie ist eine Folge der fortschreitenden Demenz.

Viele Demenzkranke Menschen können sich nicht mehr so akzeptieren wie sie sind, weil sie sich für ihre Defizite schämen. Diese Scham ist insofern nachvollziehbar, als in unserer Kultur Wissen, Intelligenz und geistige Leistungsfähigkeiten einen hohen Stellenwert haben. Über diese geistigen Leistungen definieren wir uns und unseren Wert.  Wie verständlich wird es daher, dass ein Mensch mit Demenz anfänglich versucht seine Defizite zu verbergen. Er kann diese sich selber und anderen nicht eingestehen.

Das Leugnen der eignen Unfähigkeiten kann zu massiven Problemen in der Kommunikation führen. Obwohl die Betroffenen versuchen ein normales Leben weiterzuführen, dabei seine Beeinträchtigungen zu verbergen versucht, bemerken nahestehende Menschen deren Probleme im alltäglichen Leben dennoch. Wenn sie ihn darauf ansprechen führt dies nicht selten zu heftigen Gefühlsreaktionen wie Wut, Aggression, Reizbarkeit, Depression, Unkooperativität oder Rückzug.

In einem späteren Stadium der Erkrankung ist es immer weniger möglich, Einsicht in die eigene Krankheit, die eigenen Schwächen und Störungen zu haben. Sie nehmen ihre Unfähigkeiten als solche nicht mehr wahr. Werden ihre Wahrnehmungen durch andere Menschen immer wieder in Frage gestellt, reagieren  die Erkrankten mit Misstrauen und Argwohn.

Ebenso fällt es den Angehörigen immer wieder schwer, den erkrankten Anderen mit all seinen Krankheitssymptomen zu akzeptieren.

 

Quellen und Literaturverzeichnis:

“Alzheimer und Demenz” Prof. Dr. Sabine Engel (2006) TRIAS