Information zu meinen Angeboten

neue Wege gehen

Möglichkeiten zur Unterstützung von An- und Zugehörigen von Menschen mit Demenz und Menschen mit Demenz ist mir ein Anliegen. Aufgrund von persönlichen Gründen beende ich meine Angebote. An dieser Stelle möchte ich allen Angehörigen und Menschen mit Demenz für ihre Rückmeldungen danken. Manche Situationen mit Menschen mit Demenz und deren Angehörigen haben mich sehr bereichert. Diese werden mir in Erinnerung bleiben.

 

HINWEIS:  Viele Soziale Dienste in Salzburg, die Demenzberatung der Stadt Salzburg bieten Beratungen kostenfrei an. NEU: Seit 2022 hat das Gesundheits-Informations-Zentrum der Österreichischen Gesundheitskasse eine Demenz Sevice Stelle eingerichtet. Dort werden Vorträge und Kurse für Angehörige veranstaltet.

 

Aus diesen Gründen werde ich mein derzeitiges Angebot beenden.

Theresia Schachinger Akademische Expertin für Demenz

Theresia Schachinger

 Akademische Expertin für Demenz

Demenz verändert tiefgreifend

ausgetrocknetes Flußbett twischen Bäumen
Flussbett
ausgetrocknetes Flußbett twischen Bäumen
ausgetrocknet

Viele chronische Erkrankungen verändern die Beziehung zu

nahestehenden Menschen, wie auch die zum Partner.

Demenz verändert diese besonders tiefgreifend

Menschen mit Demenz gehen im Verlauf ihrer Erkrankung viele Fähigkeiten und Eigenschaften verloren. Der vertraute Mensch, den man als Partner, Vater oder …. gekannt hat, wird plötzlich fremd. Für Angehörige ist es schwer sich mit dieser neuen Situation zurecht zu finden.

Angehörige erleben die Veränderungen des Demenzkranken als selbstbezogen und egoistisch, da er immer weniger Interesse für andere zeigt. Diese wachsende Anteilnahmslosigkeit des an Demenz Erkrankten ist für Angehörige sehr kränkend. Der Verlust der Empathie ist eine Folge der fortschreitenden Demenz.

Viele Demenzkranke Menschen können sich nicht mehr so akzeptieren wie sie sind, weil sie sich für ihre Defizite schämen. Diese Scham ist insofern nachvollziehbar, als in unserer Kultur Wissen, Intelligenz und geistige Leistungsfähigkeiten einen hohen Stellenwert haben. Über diese geistigen Leistungen definieren wir uns und unseren Wert.  Wie verständlich wird es daher, dass ein Mensch mit Demenz anfänglich versucht seine Defizite zu verbergen. Er kann diese sich selber und anderen nicht eingestehen.

Das Leugnen der eignen Unfähigkeiten kann zu massiven Problemen in der Kommunikation führen. Obwohl die Betroffenen versuchen ein normales Leben weiterzuführen, dabei seine Beeinträchtigungen zu verbergen versucht, bemerken nahestehende Menschen deren Probleme im alltäglichen Leben dennoch. Wenn sie ihn darauf ansprechen führt dies nicht selten zu heftigen Gefühlsreaktionen wie Wut, Aggression, Reizbarkeit, Depression, Unkooperativität oder Rückzug.

In einem späteren Stadium der Erkrankung ist es immer weniger möglich, Einsicht in die eigene Krankheit, die eigenen Schwächen und Störungen zu haben. Sie nehmen ihre Unfähigkeiten als solche nicht mehr wahr. Werden ihre Wahrnehmungen durch andere Menschen immer wieder in Frage gestellt, reagieren  die Erkrankten mit Misstrauen und Argwohn.

Ebenso fällt es den Angehörigen immer wieder schwer, den erkrankten Anderen mit all seinen Krankheitssymptomen zu akzeptieren.

 

Quellen und Literaturverzeichnis:

“Alzheimer und Demenz” Prof. Dr. Sabine Engel (2006) TRIAS

 

Demenz verändert tiefgreifend

ausgetrocknetes Flußbett twischen Bäumen
Flussbett
ausgetrocknetes Flußbett twischen Bäumen
ausgetrocknet

Viele chronische Erkrankungen verändern die Beziehung zu

nahestehenden Menschen, wie auch die zum Partner.

Demenz verändert diese besonders tiefgreifend

Menschen mit Demenz gehen im Verlauf ihrer Erkrankung viele Fähigkeiten und Eigenschaften verloren. Der vertraute Mensch, den man als Partner, Vater oder …. gekannt hat, wird plötzlich fremd. Für Angehörige ist es schwer sich mit dieser neuen Situation zurecht zu finden.

Angehörige erleben die Veränderungen des Demenzkranken als selbstbezogen und egoistisch, da er immer weniger Interesse für andere zeigt. Diese wachsende Anteilnahmslosigkeit des an Demenz Erkrankten ist für Angehörige sehr kränkend. Der Verlust der Empathie ist eine Folge der fortschreitenden Demenz.

Viele Demenzkranke Menschen können sich nicht mehr so akzeptieren wie sie sind, weil sie sich für ihre Defizite schämen. Diese Scham ist insofern nachvollziehbar, als in unserer Kultur Wissen, Intelligenz und geistige Leistungsfähigkeiten einen hohen Stellenwert haben. Über diese geistigen Leistungen definieren wir uns und unseren Wert.  Wie verständlich wird es daher, dass ein Mensch mit Demenz anfänglich versucht seine Defizite zu verbergen. Er kann diese sich selber und anderen nicht eingestehen.

Das Leugnen der eignen Unfähigkeiten kann zu massiven Problemen in der Kommunikation führen. Obwohl die Betroffenen versuchen ein normales Leben weiterzuführen, dabei seine Beeinträchtigungen zu verbergen versucht, bemerken nahestehende Menschen deren Probleme im alltäglichen Leben dennoch. Wenn sie ihn darauf ansprechen führt dies nicht selten zu heftigen Gefühlsreaktionen wie Wut, Aggression, Reizbarkeit, Depression, Unkooperativität oder Rückzug.

In einem späteren Stadium der Erkrankung ist es immer weniger möglich, Einsicht in die eigene Krankheit, die eigenen Schwächen und Störungen zu haben. Sie nehmen ihre Unfähigkeiten als solche nicht mehr wahr. Werden ihre Wahrnehmungen durch andere Menschen immer wieder in Frage gestellt, reagieren  die Erkrankten mit Misstrauen und Argwohn.

Ebenso fällt es den Angehörigen immer wieder schwer, den erkrankten Anderen mit all seinen Krankheitssymptomen zu akzeptieren.

 

Quellen und Literaturverzeichnis:

“Alzheimer und Demenz” Prof. Dr. Sabine Engel (2006) TRIAS

 

Wodurch entsteht eine Überlastung von pflegenden Angehörigen?

Pflegende Angehörige, welche einen an Demenz erkrankten Angehörigen pflegen, sind mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert. In mehreren Beiträgen wurde von mir darüber bereits geschrieben.

hohe Wellen – pixabay.com/de

Diese Veränderungen betreffen nicht alleine den Demenzkranken, sondern auch das gesamte Leben der Familie, im Besonderen des pflegenden Angehörigen. Niemand kann wissen wie lange die Zeit der Betreuung bzw. Pflege in Anspruch nehmen wird, schon gar nicht, wie lange die Pflege oder Betreuung andauern wird.
Pflegende Angehörige bekommen kaum Anerkennung für das, was sie tun. Durch die Intensität der Betreuung und Pflege bleibt für die Angehörigen kaum, wenn überhaupt, noch Zeit für eigene Bedürfnisse. Ebenfalls die Möglichkeit Kontakte zu pflegen und/oder aufrecht zu erhalten

schränken sich stark ein. Eine weitere Belastung kann die gestörte Nachtruhe durch die Desorientierung und nächtliche Aktivität des Demenzkranken sein.

Zu den täglichen Unterstützungen, welche notwendig geworden sind, kommen noch Erledigungen hinzu, welche vor der Erkrankung vom an Demenz Ernrankten übernommen worden sind wie z.B. Gartenarbeiten, Reparaturen oft von den Männer gemacht,  die Übernahme der Hausarbeiten meist von den Frauen …… Entscheidungen können nicht mehr mit dem Partner/ der Partnerin besprochen werden, ……

müde, verzweifelt – pixabay.com/de

Jemand, der keine Zeit zur Erholung zur Verfügung hat, kommt an seine Grenzen der Belastbarkeit und er fühlt sich zunehmend überfordert. Zeichen einer Überforderung können sein, dass Angehörige ungeduldig werden und mit zunehmender Aggression reagieren, den zu pflegenden zu Pflegehandlungen zwingen oder abwerten. Auch kann es dazu führen, dass Menschen mit Demenz ein erhöhtes Bedürfnis zum Weggehen haben, jedoch nicht mehr nach Hause finden. Wenn diese aus diesem Grund in der Wohnung oder im Haus eingesperrt werden, kann von Handlungen gesprochen werden, die als Gewalt bezeichnet werden können. Sehr wohl ist mir bewußt, dass die Angehörigen meist aus Sorge, oft auch aus überhöhter Sorge aufgrund vorhandener Hilflosigkeit, in solchen Situation so handeln .

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gewalt folgendermaßen:
Gewalt an alten Menschen ist eine einzelne oder wiederholte Handlung, oder das Fehlen einer angemessenen Handlung, die im Rahmen einer Beziehung geschieht, in der Vertrauen erwartet wird und die einer älteren Person Schaden oder Leid zufügt. (WHO 2002; Übersetzt von Thomas Frühwald)

Ebenfalls wurde im österreichischen Demenzbericht über das Auftreten von Gewalt durch Überforderung berichtet und die damit auftretende Gewalt beschrieben.

Aus diesen Erkenntnissen wurden unterstützende Handlungsmöglichkeiten und Hilfsangebote abgeleitet.

 

Quellen und Literaturverzeichnis:

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Sozialministerium:  Österreichischer Demenzbericht 2014

Redaktionsteamder Gesundheit Österreich GmbH: Sabine Höfler, Theresa Bengough, Petra Winkler, Robert Griebler und zahlreiche Autoren für Beiträge

Engel S. (2006) Alzheimer und Demenz – Unterstützung für Angehörige. Stuttgart: TRIAS

Weitere Veröffentlichungen